Leseprobe
Auszug
aus dem Buch "Die Geldlawine". Im Text erwähnte
Nummerierungen beziehen sich auf andere Kapitel des Buches. Die
ggf. nachfolgenden Zwischenüberschriften wurden
nachträglich eingefügt, um das Lesen am Bildschim zu
erleichtern. Links wurden ebenfalls nachträglich
eingefügt.
Wer
entscheidet über Ihre Chance, im Existenzkampf des Arbeitsmarktes
überhaupt mitspielen zu dürfen? Personalchefs. Wie laufen
solche Entscheidungen ab? Berge von Bewerbungen stapeln sich auf dem
Schreibtisch. Den Personalchefs (denen systembedingt kein
persönlicher Vorwurf zu machen ist) verschafft das
Überangebot die komfortable Position, nur die vielversprechendsten
Kandidaten zu Bewerbungsgesprächen einzuladen und allen anderen
– selbst sehr guten und absolut geeigneten Bewerbern –
nicht einmal eine Chance geben zu müssen. Schön für alle
sterilisierten, männlichen, 30-jährigen Inhaber von
Spitzenexamen in gegenwärtig gefragten Qualifikationen mit 5
Jahren Auslandsaufenthalt und 10 Jahren Berufserfahrung in
Führungspositionen. Pech für uns andere, die wir uns fragen
sollten: Müssen wir uns das gefallen lassen oder wollen wir
zumindest die Chance bekommen, mitspielen zu dürfen?
Da liegen wir nun, mit unserem Leben als Bewerbungsmappe. Mit all
unseren Hoffnungen und Existenz-ängsten - bereit, uns immer und
immer wieder durch die Absagen der Personalchefs demütigen zu
lassen. Derzeit arbeitslos? Selbst schuld, Drückeberger - Absage.
Drei Kinder? Schwer zu kündigen, falsche Prioritäten –
Absage. Weiblich, jung, verheiratet, keine Kinder?
Schwangerschaftsalarm - Absage. Über 40? Absage. Über 50?
Bewerbung mit der Kneifzange nehmen – Absage. Über 60? Nicht
mal absagen, sondern die Bewerbungsmappe gleich verbrennen.
Unattraktives Foto? Beleidigt die Pupille - Absage. In Mathe nur eine 4
auf dem Zeugnis? Dummkopf - Absage. Verdächtige Formulierung in
einem der Arbeitszeugnisse? Ent-spricht nicht der Norm – Absage.
Alleinerziehende Mutter? Kann ihr Leben nicht der Firma widmen –
Absage. Bunter Lebenslauf? Unzuverlässig – Absage.
Offensichtlich ist stattdessen ein besseres, menschenfreundlicheres, chancengleiches System unumgänglich.
Ebenso wie Sie war ich es gewohnt, bei Bewerbungen und Einstellungen
meine (guten) Zeugnisse vorzulegen. Bei meinen amerikanischen
Arbeitgebern fragte man mich stattdessen: „Was können
Sie?“ Mir wurde auf einen Schlag klar, daß der deutsche
Zeugnis-Fetischismus Chancen zerstört. Was sagt ein Zeugnis
über Fähigkeiten aus? Warum soll ein einziges Zeugnis die
Macht haben, über die gesamte Karriere zu entscheiden? Grund
genug, grundsätzlich über Zeugnisse nachzudenken.
Noten sind nachweislich subjektiv, entsprechen erschreckend oft nicht
den gezeigten Leistungen und so gut wie nie der tatsächlichen
Leistungsfähigkeit. Sympathie und Angepaßtheit des zu
Benotenden sowie Unfähigkeit/Informationsdefizit des Benotenden
lassen viel zu oft leistungsstarke Menschen schlecht und
Selbstdarsteller gut aussehen. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen,
daß gut aussehende Menschen bessere Noten als unattraktive
erhalten, große Menschen bessere als kleine, schlanke bessere als
übergewichtige, Menschen mit vollem Haar bessere als
glatzköpfige, usw. Mit ein und derselben (auch schriftlichen)
Arbeit können Sie sowohl an jemanden geraten, der Sie für gut
befindet, als auch an jemanden, der Sie durchfallen lässt. Bereits
die Tagesform von Prüfer und Prüfling kann den Unterschied
zwischen guten und schlechten Noten ausmachen.
Noten können mangels einheitlich objektivierbaren
Maßstäben und vollständigen Informationen niemals
gerecht sein. Und selbst wenn sie gerecht wären, können sie
keinesfalls mehr sein als eine Momentaufnahme, die zum Zeitpunkt von
Bewerbungen ewig lange zurückliegen kann. Was ist mit den seit dem
Zeugniserwerb hinzugekommenen Erfahrungen?
Elitenfanatiker argumentieren, daß aus gut benoteten Gymnasiasten
oft auch gut benotete Studenten werden. Dabei machen sie erstens einen
groben Analysefehler. Im deutschen Bildungssystem ist nach wie vor das
Auswendiglernen die mit Abstand wichtigste Notenerwerbstechnik. Je
besser jemand gut auswendig lernen kann, desto höher ist also die
Wahrscheinlichkeit guter Noten an Gymnasien und Universitäten. Wer
hochintelligent, kreativ und sozial kompetent ist, aber schlecht
auswendig lernen kann, hat überhaupt keine Chance, Prüfungen
zu bestehen. Auch unter diesem Aspekt sind Noten eine Fehlkonstruktion
des Systems.
Zweitens offenbaren Elitenfanatiker eine ungenügende Kenntnis
beruflicher Wirklichkeit. Sie verwechseln „gut benotet“ mit
„gut im Job zu gebrauchen“. Zu viele erfolgreiche, aber
schlecht benotete Menschen sowie zu viele überschätzte bzw.
beruflich überforderte Diplombesitzer beweisen das Gegenteil. Der
Zusammenhang zwischen guten Noten und beruflicher Brauchbarkeit hat
also irrelevante Ursachen und ist viel zu gering, um alle nicht mit
„sehr gut“ Benoteten zu diskriminieren. Millionen (aber
natürlich nicht alle) undiplomierte deutsche Arbeitnehmer
würden ihre diplomierten Vorgesetzten locker in den Schatten
stellen – wenn man ihnen die Chance dazu gäbe.
Beim Kopf-an-Kopf-Rennen im Arbeitsmarkt entscheiden bereits um Nuancen
unterschiedliche Noten über Job oder Absage. Dennoch finden wir es
normal, daß unser gesamter Lebensweg von 3 relativ
willkürlichen Blättern Papier abhängt.
- Zuerst entscheidet das Abgangszeugnis der Grundschule schon bei kleinen Kindern darüber, ob sie über das Gymnasium Zugang zu Akademikerlaufbahnen erhalten dürfen oder aussortiert werden (der 2. Bildungsweg spielt kaum eine Rolle).
- Nach der weiterführenden Schule entscheidet das 2. Stück Papier darüber, ob wir entsprechend unseren Zielen, Neigungen und tatsächlichen Fähigkeiten studieren dürfen oder eine Lehrstelle finden.
- Das 3. Papier entscheidet nach Universität/Lehre, ob wir in einer Wirtschaft mitspielen dürfen, die immer bevorzugter Inhaber von Spitzennoten einstellt und allen anderen die Chancen verwehrt.
Über Arbeitszeugnisse – von denen jeder weiß,
daß sie ohne Aussagekraft sind – zieht sich die
Benotungsorgie durch unser ganzes Berufsleben. An einer der 3
entscheidenden Stellen zu versagen, kommt uns für den Rest unseres
Lebens teuer zu stehen. Oder noch grotesker: Nicht zu versagen, aber zu
schlecht benotet zu werden, weil uns ein Lehrer/Professor entweder
ungerecht benotet oder man das Pech hat, an einen Lehrer/Professor zu
geraten, der überzogen harte Maßstäbe anwendet. Wer nur
bei einem dieser 3 Papierstücke schlecht/unfair bewertet wird,
verliert über sein Berufsleben gerechnet durchschnittlich mehrere
hunderttausend Euro durch den Einkommensunterschied. Das
läßt sich ganz leicht ändern.
Stellen Sie sich zunächst einmal vor, jeder Mensch hätte zu
jedem Zeitpunkt seines Lebens zu jedem Bildungsangebot freien Zugang.
Es gibt keinen Numerus Clausus mehr. Sogar für den Zugang zum
Hochschulstudium genügt zunächst die Geburtsurkunde.
Gerechter geht es nicht.
Das hat mehrere Folgen.
Erstens bewerben sich Massen von Menschen, für die viele Studien-
oder Ausbildungsgänge zu schwierig sind. Dem kann man durch
einheitliche und dadurch chancengleiche Aufnahmetests antworten. Um den
Aufwand zu minimieren, sollten diese Aufnahmentests 3-stufig sein:
- Stufe 1 ist ein freiwilliger Selbsttest der Bewerber, z.B. via Internet oder frei verkäufliche Testhefte. Die Bewerber können nach diesem Test sowohl die sie erwartenden Inhalte und Anforderungen als auch ihre persönliche Eignung einigermaßen einschätzen. Wer in diesem Test schummelt, betrügt sich nur selbst und verschwendet seine Zeit, weil er in den Stufen 2 oder 3 scheitern wird.
- Der Test in Stufe 2 ist Pflicht. Der Kreis der Bewerber ist wesentlich kleiner, aber immer noch hoch. Deshalb muß dieser Test einfach auszuwerten sein (multiple choice). Stufe 2 ist kein Selbsttest mehr, sondern eine Eignungsprüfung, mit der die Eignung der Bewerber definitiv vorqualifiziert wird. Er ist jedes Semester wiederholbar. Wer Stufe 2 besteht, hat Zugang zur entscheidenden Stufe 3.
- Die dritte Stufe ist ein qualifizierter und relativ aufwändiger Eignungstest, wie er heute in ähnlicher Form bereits an manchen Bildungsgängen und auch in „Assessment Centern“ großer Unternehmen an-gewandt wird. Die Tests dürfen weder überzogen schwierig noch zu lasch sein, sondern müssen sich an den tatsächlichen Anforderungen des nachfolgenden Berufslebens orientieren. Auch dieser Test ist jedes Semester wiederholbar.
Durch
die Überschüsse der Geldlawine (siehe 3.6.2.) ist dieser
Aufwand problemlos finanzierbar, so daß eine Kontingentierung
entfällt. Das Ziel eines guten Bildungssystems kann nur sein,
möglichst viele Menschen möglichst weit zu qualifizieren. Ein
Akademikeranteil von 60% eines Jahrgangs ist ein realistisches Ziel,
das in dieser Hinsicht vorbildliche Länder bereits erreicht haben.
Die zweite Folge ist weitaus gravierender. Zeugnisse werden vollkommen irrelevant.
Das wird natürlich den wenigen Absolventen nicht gefallen, die
heute durch ein sehr gutes Zeugnis (meist ein Leben lang) das Privileg
genießen, bei der Jobvergabe bevorzugt zu werden. „Wozu
habe ich dann um Bestnoten gekämpft?“ werden sich die
Bestnoteninhaber erregen – und damit die Notwendigkeit der
Zeugnisirrelevanz untermauern. Bestnoten sind im heutigen System das
wesentliche Ziel von Bildungsgängen, denn nur die besten Zeugnisse
bringen uns am Türsteher der Personalabteilung vorbei.
Sobald Bildungseinrichtungen und Personalentscheider keine Zeugnisse
mehr sehen dürfen, geht es bei der Bildung nicht mehr um den
Erwerb von Eintrittskarten, sondern um die maximale Brauchbarkeit
für weitere Bildungsstufen und den weiteren Lebensweg.
Zeugnisbefürworter werden kontern, daß Zeugnisse
Fähigkeiten nachweisen sollen. Das sehen die meisten (ehemaligen)
Studenten anders.
- Im BWL-Studium sind weniger als 20% des Lerninhalts praktisch verwertbar. Der Rest ist pseudowissenschaftlicher Informationsballast, wirklichkeitsfremd oder sogar falsch.
- In Interviews berichteten mir Juristen, daß das Jurastudium mehr schlecht als recht auf das Richteramt, jedoch nicht nennenswert auf den von den meisten angestrebten/ausgeübten Beruf des Rechtsanwalts vorbereitet.
- Auch das Medizinstudium steht im Ruf, unzureichend auf die Berufspraxis vorzubereiten.
In
vielen Fächern ist es ähnlich – in Naturwissenschaften
weniger, in Geisteswissenschaften extrem. In Interviews fragte ich 213
Studenten und Absolventen unterschiedlicher Studienrichtungen:
„Wenn Sie wählen
könnten, entweder ohne den Besuch einer Universität ein
Zeugnis mit Bestnoten geschenkt zu bekommen oder wie bisher zu
studieren – welches wäre Ihre Wahl?“
Ich fand keinen einzigen Juristen, Betriebswirt oder Volkswirt, der
dann noch zur Universität gehen würde. Bei den Pädagogen
würden sich rd. 79% den Gang zur Uni sparen. Fast sämtliche
Geisteswissenschaftler trauen sich zu und ziehen es vor, sich das
Wissen autodidaktisch aus frei wählbaren Büchern (die
wesentlich besser als die von den Professoren als Nebenerwerb
geschriebenen Bücher sind) sowie durch
außeruniversitäre Repetitorien anzueignen. Sogar 36% der
Mediziner würden die Uni links liegenlassen, sofern es
außeruniversitäre Bildungsangebote gäbe, die neben
praktischer Erfahrung und einem guten Ruf bei Arbeitgebern auch den
Doktortitel bieten. 52% der Ingenieure würden die Uni meiden,
sofern sie anderweitig praxistaugliches Grundwissen und Erfahrungen
sammeln könnten. In den Fächern Chemie, Physik und Mathematik
lag die Quote der potentiellen Uni-Verweigerer bei 68%.
Zahllose Gespräche bestätigen die Erkenntnis, daß
Universitäten ein großes Mißverständnis sind.
Fast niemand strebt eine wissenschaftliche Karriere an. Der Grund,
dennoch eine Universität statt einer Fachhochschule zu besuchen
(oder eine Lehre abzuschließen), liegt fast ausschließlich
in der Erfüllung der Erwartungen der Personalenscheider bei
späteren Arbeitgebern.
Das führt zu der Konsequenz, daß Personalentscheider keine
Zeugnisse mehr zu sehen bekommen dürfen (wenige Ausnahmen: z.B.
Approbationen von Ärzten).
Sobald Zeugnisse nicht mehr als Wettbewerbsvorteil im Kampf um
Arbeitsplätze eingesetzt werden können, setzt das die
Ausbildung bzw. das Studium erstmals unter einen enormen
Qualitätsdruck. Studiengänge/Ausbildungen, die zwar formalen
Ansprüchen genügen, aber für praxisnahe
Einstellungstests und den beruflichen Alltag unbrauchbar sind,
lösen sich in Luft auf, weil kein Student/Auszubildender seine
Zeit mehr damit verschwenden wird.
Dann tritt ein, was längst hätte eintreten sollen: Die
Universitäten, Fachhochschulen, Berufsschulen etc. stehen im
Dienst der Studenten/Auszubildenden. Der Kunde wird König, und die
Inhalte werden endlich gnadenlos praxistauglich. Das gilt auch für
den 2. Bildungsweg, deren Absolventen viele Arbeitgeber
grundsätzlich gegenüber Spitzenabsolventen des 1.
Bildungswegs benachteiligen. Ist es nicht völlig egal, wann man
eine Ausbildung bzw. einen Studiengang abgeschlossen hat?
In Hinsicht auf Bewerbungen kann man von den Amerikanern lernen. In den
USA ist es Arbeitgebern lt. „anti discrimination act“ seit
1967 (!) verboten, nach Alter, Religionszugehörigkeit und Herkunft
zu fragen oder ein Passfoto zu verlangen. Amerikanische
Bewerbungsmappen bestehen aus Adresse und „Skills“
(Fähigkeiten), mit einer unbescheiden formulierten
Selbstvermarktung („Ich habe als Lagerarbeiter durch konsequente
Umsetzung des Total Quality Managements dazu beigetragen, die
Steigerung der Eigenkapitalrendite meines früheren Arbeitgebers
SuperDuper Inc. um 17% zu steigern“…).
Solche Formulierungen halten Sie für nichtssagend und nicht
nachprüfbar? Das ist ja der Punkt. So sehen amerikanische
Bewerbungen aus.
Geht man diesen Weg konsequent weiter, besteht eine Bewerbung der
Zukunft nur aus Name, Adresse und Eigenangaben über
Fähigkeiten.
Familienstand, Kinderzahl, Geschlecht, Dauer früherer
Beschäftigungsverhältnisse, Zeiten der Arbeitslosigkeit, etc.
sind nicht mehr erlaubt, so daß auch unter diesen Aspekten keine
Diskriminierung mehr möglich ist. Um unter diesen Umständen
die Eignung von Bewerbern zu ermitteln, hilft den Arbeitgebern nur noch
eines: Einstellungstests. Diese sind ohnehin auch für die
Arbeitgeber wesentlich sinnvoller, weil sie mit maßgeschneiderten
Einstellungstests jenseits aller Zeugnisse die tatsächliche
Eignung der Kandidaten für die spezifische Aufgabe ermitteln
können. Zudem geben Zeugnisse im Gegensatz zu gut durchdachten
Eignungstests nicht den mindesten Aufschluß über die
Persönlichkeit und emotionale Intelligenz eines potentiellen
Arbeitnehmers.
Unbrauchbare Kandidaten, die (wie auch immer) an zu gute Zeugnisse
gelangten, fliegen auf, während z.B. erfahrene, ältere,
brauchbarere Kandidaten entdeckt werden.
Für Jobsuchende heißt das: Bei jeder Bewerbung hat jeder
Kandidat grundsätzlich genau die Chancen, die seiner
tatsächlichen Eignung entsprechen. Führt der Einstellungstest
nicht zum Job: Macht nichts! Neue Bewerbung, neue Chance für jeden.
Namen und Testergebnisse dürfen die Unternehmen nicht speichern.
Und da die Arbeitgeber niemals das Alter der Bewerber/Mitarbeiter
erfahren (Lohnsteuerkarten wer-den abgeschafft – siehe 3.3.; in
Sozialversicherungsnummern wird die Jahrgangszahl durch Buchstaben
ersetzt), läuft auch kein Countdown bis zur Rente. Wann man in
Rente geht, entscheidet jeder selbst (4.3.).
Ein weiterer positiver Effekt der Eignungstests: Da der Aufwand
für den Arbeitgeber relativ hoch ist (in Italien ist es z.B.
längst keine Seltenheit mehr, daß sich auf 3
Postbotenstellen 60.000 Menschen bewerben), ist er eher geneigt, die
ihm bekannten gegenwärtigen Mitarbeiter zu halten, statt sie
vorschnell zu entlassen.
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